"Wenn Dein Pferd tot ist, steig ab!" lautet eine alte indianische Weisheit. In diesem Sinne verkünde ich mit Bedauern die Auflösung unserer Gruppe "Bergische Historiker". Wieso es dazu nun kam, möchte ich in diesem letzten Beitrag erklären.

Ich habe die Gruppe 2016 mit einem Bekannten gegründet, der das Hobby des Sondengehens jedoch aus persönlichen Gründen recht schnell wieder aufgegeben und die Gruppe verlassen hat. Somit war ich zunächst alleine für die Fortführung und Organisation zuständig.

2016 trat ich außerdem auch der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) bei, nachdem ich die beeindruckende DGUF-Tagung zum Thema Archäologie & Macht in Berlin besucht hatte. Im Laufe der Zeit erweiterte sich ebenso mein Aufgabengebiet innerhalb der DGUF, sodass ich im Gegenzug nicht mehr so viel Zeit in die Organisation der Bergischen Historiker investieren konnte.

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen und ich finde schon seit langem keine Zeit mehr für eigene lokale Projekte und damit verbundene Prospektionen unter Einsatz einer Metallsonde. Das letzte Mal ist mittlerweile knapp 3 Jahre her. Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Archäologie finden mittlerweile fast ausschließlich innerhalb der DGUF statt. Hier gibt es aktuelle und noch viele weitere zukünftige Projekte, die ich gerne unterstützen möchte und die viel Zeit in Anspruch nehmen werden. Ich glaube aber, dass ich hier auch mehr von Nutzen für die Archäologie bin, als ich es als Sondengänger für die Archäologie des Bergischen Landes wäre.

Das Problem ist nur, dass ich der einzige in der Gruppe bin, der alle Prozesse, d.h. vom Projektbeginn über die Genehmigungsverfahren bis hin zur Dokumentation und Abgabe kennt und diese bis dato auch immernoch organisiert hat. Das schaffe ich aber ebenfalls seit langem nicht mehr. Ich musste daher nun eine Entscheidung treffen.

Ich bedanke mich bei den vielen Unterstützern und hoffe, dass meine Kollegen innerhalb anderer Gruppen neue Anschlüsse und Projekte finden. Mich hingegen findet man -wie gewohnt- bei der DGUF wieder.

Beste Grüße

Pascal